Car History - VW Käfer


TV-Programm MOTORVISION TV | Dienstag, 14. November ab 21:40 Uhr


Car History - Die Entstehungsgeschichte des VW Käfers


Es gibt ein Auto im Universum, das jeder kennt und in dem auch fast schon jeder einmal mitgefahren ist. Ein Auto, dem man einen Spitznamen gegeben hat und das seitdem nicht mehr anders genannt wird. Ein Auto, das alle Kontinente erobert hat: Der VW Käfer. Über 22 Millionen Mal gebaut, über 60 Jahre alt erzählt er mehr über unser Jahrhundert als manches Geschichtsbuch. Car History erzählt am Dienstag, den 14. November ab 21:40 Uhr die Geschichte des unkaputtbaren Käfers, vom ersten 24.5PS-Modell über den Rallye-Käfer, den Mexiko-Käfer bis hin zum neuesten Modell des New Beetle.

Der erste Volkswagen von Ferdinand Porsche


Seinen Ursprung hat der VW Käfer bereits in der Vorkriegszeit. Anfang der 30er Jahre entwickeln Zündapp, NSU und Tatra die ersten Prototypen für einen “Volkswagen”. Denn in der dunkelsten Epoche der deutschen Geschichte verlangt Adolf Hitller ein Auto für das Volk. Den Zuschlag für die Konstruktion bekommt am Ende Ferdinand Porsche. Wichtigstes Erfolgsmerkmal ist der luftgekühlte Boxermotor im Heck mit vier Zylindern. Dazu kommt seine Stromlinienform. Mit einer Sparkarte können sich Käufer den “Kraft durch Freude”-Wagen, wie der Volkswagen letztlich genannt wird, ansparen. Doch die gutgläubigen Sparer finanzieren mit ihrem Geld Kübelwagen für die Wehrmacht, die statt dem VW gebaut werden.

VW Käfer 1936/37
Volkswagen VW 30, Baujahr 1936/37 (© Volkswagen)

Der VW Käfer nach dem zweiten Weltkrieg


Nach dem Krieg liegt Deutschland in Schutt und Asche. Auch das VW-Werk ist zerstört, die britische Besatzungsmacht plant eine Demontage. Aber wie viele andere, setzt sich vor allem der englische Major Ivan Hirst dafür ein, das Werk zu erhalten.  1948 übernimmt ein neuer Mann das Ruder in Wolfsburg: Heinrich Nordhoff, ein ehemaliges Vorstandsmitglied von Opel. Er setzt konsequent auf Zuverlässigkeit und Weiterentwicklung des VW´s. Am auffälligsten sind die einzelnen Modelle an der Form des Heckfensters zu erkennen. Die geteilte Heckscheibe, das sogenannte “Brezelfenster”, wird 1953 durch eine ovale Scheibe ersetzt, ab 1957 gibt es das größere, rechteckige Heckfenster.

Heinrich Nordhoff und der 100000 Käfer
Heinrich Nordhoff und der 100.000. Käfer (© Volkswagen)

Der VW Käfer wird zum weltweiten Erfolgsmodell


Der Volkswagen wird schnell zum Symbol des Wirtschaftswunders, findet aber nicht nur in Deutschland Anklang. Bereits 1948 wird der Käfer in New York präsentiert. Schnell wird er zum Exportschlager in aller Welt. In Brasilien und später in Mexiko werden eigene Produktionswerke gebaut. Mitte der 50er Jahre beginnt der Käfer dann auch die USA zu erobern. Dort etablierte sich auch der Name Volkswagen Beetle. In Deutschland bürgerte sich die Bezeichnung „Käfer“ dagegen erst in den 60er Jahren ein, um den ursprünglichen Volkswagen vom Stufenheck-Modell VW 1500 zu unterscheiden. Volkswagen selbst verwendete die Bezeichnung VW Käfer bei seinen Werbekampagnen sogar erst in der zweiten Hälfte der 1960er.



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