Johnson und Alonso tauschen Autos in Bahrain


(Foto: Steven Tee/McLaren)

Autor: André Wiegold

Jimmie Johnson und Fernando Alonso haben nach dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi die Fahrzeuge in Bahrain getauscht. Für den siebenmaligen NASCAR-Champion sei "ein Traum in Erfüllung" gegangen.

Fahrzeugtausch in der Wüste: Nach dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi schoss in Bahrain ein NASCAR-Bolide über die Strecke. Am Steuer war Fernando Alonso, der das Auto von Jimmie Johnson testen durfte. Im Gegenzug nahm der siebenmalige NASCAR-Champion in einem McLaren-Formel-1-Boliden Platz. Johnson spricht davon, dass ein "Traum in Erfüllung" gegangen sei.

Das Auto, das Johnson testen durfte, war der McLaren MP4-28 aus der Saison 2013 und das NASCAR-Ass habe seine Testfahrt sehr genossen. Die "Bremsphilosophie" sei der größte Unterschied zwischen der Formel 1 und NASCAR gewesen, so Johnson. Er sagt: "Das dürfte mir bei Rundkurs-Rennen helfen." Immerhin gastiert die Monster Energy NASCAR Cup Series dreimal auf Rundkursen: in Sonoma, Watkins Glen und auf dem Roval von Charlotte.

In seiner Karriere habe Johnson noch nie ein klassisches Formelauto gefahren. Deshalb sei die Umstellung für den NASCAR-Piloten eine sehr große gewesen. "Wenn der Fahrtwind, die Geschwindigkeit und die g-Kräfte dazukommen, dann brauchst du eine Weile, um all das aufzunehmen", so Johnson.

"Von Mal zu Mal bewegte sich meine Umgebung langsamer und ich fand es einfacher, meine Bremspunkte zu finden. Am Ende brachte ich einige gute Runden zusammen." Nach Informationen von 'Autosport.com' liebäugelt der Hendrick-Pilot nach dem F1-Test mit einem Start in einem Rundkurs-Rennen in der amerikanischen IndyCar-Serie.

Schämen musste sich Johnson in Bahrain nicht, denn er war letztendlich nur 0,2 Sekunden langsamer als Alonso, der im Formel-1-Boliden ebenfalls einige Runden gedreht hatte. Der Ex-Formel-1-Weltmeister sei von der Leistung seines amerikanischen Kollegen sehr überrascht und begeistert gewesen. Generell sprachen sich beide gegenseitig viel Respekt aus. Während Johnson im Jahr 2019 alles geben wird, um mit Hendrick Motorsports wieder in die Spur zu finden, wird Alonso verschiedene Rennprogramme absolvieren.

Der Spanier, der nicht mehr in der Formel 1 an den Start gehen wird, fährt aktuell in der WEC für Toyota. Außerdem wird er ein Gastspiel in der IMSA-Serie geben. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister wird beim 24-Stunden-Rennen von Daytona für Wayne Taylor ins Steuer greifen.

Des Weiteren ist wieder ein Gastspiel beim Indy 500 in der IndyCar-Serie mit McLaren geplant. Ziel des Spaniers sei es, die "Triple Crown" zu holen. Sie beinhaltet Siege in Monaco, Le Mans und eben Indianapolis, wobei Alonso nur noch letzterer fehlt.

Im NASCAR-Auto habe Alonso viel Spaß gehabt, aber dennoch habe der Bolide den Spanier sehr gefordert. "Eine H-Schaltung bin ich zuletzt 1999 gefahren", so Alonso. "Das Auto hat viel Zug angesichts dessen, wie wenig Grip es bietet. Es macht viel Spaß, es auf der Rennstrecke zu bewegen."

Jedoch sei es schwierig, das Auto unter Kontrolle zu halten. Er sagt: "Im ersten, zweiten und dritten Gang drehen die Räder durch. Ich wusste nicht, ob es besser ist, es in Kauf zu nehmen und Vollgas zu geben oder dosiert das Pedal zu treten."

Eine gute Runde habe Alonso deshalb nicht in die Asphalt gebrannt. Besonders zu Beginn seiner Stints habe ihm das Auto große Schwierigkeiten bereitet. "Auch nach einem ganzen Tag hinter dem Steuer ist mir nicht klar, wie man solche Autos schnell bewegt", lautet das Fazit des Spaniers.



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