NASCAR-Faktencheck: Go Bowling at the Glen


(Foto: Jeff Zelevansky/Getty Images)

Autor: André Wiegold

Es ist wieder Zeit für einen Rundkurs in der Monster Energy NASCAR Cup Series. Am kommenden Sonntag besucht das Stockcar-Oberhaus den Watkins Glen International.

Das zweite von drei Rundkursrennen in der Monster Energy NASCAR Cup Series findet kommenden Sonntag am Watkins Glen International statt. Der Kurs im Bundesstaat New York ist seit 1957 Teil des Kalenders – regelmäßig findet der Lauf seit 1986 statt.

Gefahren wird seit 1992 der kurze Kurs ohne den sogenannten "the boot", der beim Grand-Prix-Kurs zum Einsatz kommt. Während der Stiefel in der IndyCar-Serie gefahren wird, wurde dieser Streckenteil in NASCAR nie befahren.

Bei der Rückkehr wurde erst die 1971er-Version der Strecke genutzt. Im Jahr 1991 kam es in der NASCAR- und IMSA-Serie zu tödlichen Unfällen in der heutigen Kurve 9, weshalb die Bus-Stop-Schikane errichtet wurde – im Rennen 1991 starb NASCAR-Legende J.D. McDuffie. Seit 1992 wird der sogenannte "Short Course" im Cup gefahren.

Im Jahr 2000 kam es in der NASCAR Busch Series – der heutigen Xfinity Series – zu einem heftigen Unfall. In Kurve eins versagten die Bremsen des Chevrolets von Jimmie Johnson, weshalb der siebenmalige Champion heftig in die Mauer einschlug. Während viele das Schlimmste befürchteten, schnallte sich Johnson ab, nahm den Helm ab, kletterte auf das Autodach und streckte seine Arme triumphierend in die Luft.

Jahrelang war Watkins Glen immer ein Garant für Außenseitersiege von Rundkurs-Spezialisten im NASCAR-Feld: Tony Stewart, der in der IndyCar-Serie sehr erfolgreich war, gewann fünfmal im Bundesstaat New York. Der Teilhaber von Stewart-Haas Racing ist damit der bisher erfolgreichste Fahrer in Watkins Glen. Jeff Gordon folgt dahinter mit vier Siegen.

Im Jahr 2010 gewann Juan Pablo Montoya, bekannt aus der IndyCar-Serie und Formel 1, eines von zwei NASCAR-Rennen in seiner Karriere. In den Saisons 2011 und 2012 machte Ex-V8-Supercars-Fahrer Marcos Ambrose aus Australien mit zwei Siegen auf sich aufmerksam. A.J. Allmendinger, der ebenfalls IndyCar-Erfahrung gesammelt hat, siegte im Jahr 2014. Im heutigen Feld fehlt es an einem echten Rundkursspezialisten, weshalb alle Topfahrer Chancen auf den ersten Platz haben.

Im Jahr 2018 ging wahrscheinlich der längste NASCAR-Sommer überhaupt in Watkins Glen zu Ende: Chase Elliott holte nach acht zweiten Plätzen in der Cup-Series endlich seinen ersten Sieg im NASCAR-Oberhaus. Für den jungen Hendrick-Piloten war das der Durchbruch und es folgten drei weitere Siege.

Das Rennen am Sonntag hat eine Distanz von 220 Meilen (355 Kilometer), die sich auf 90 Runden erstrecken. Während in den Stages 1 und 2 jeweils 20 Runden absolviert werden müssen, hat das finale Segment eine Distanz von 50 Runden.

Das Rennen wird live auf MotorvisionTV übertragen. Sendestart ist um 20:30 Uhr. Die grüne Flagge wird um ca. 21:15 Uhr erwartet. Im Studio warten Pete Fink und Norbert Walchhofer, der als Motorsportchef beim EuroNASCAR-Team Dexwet-df1 Racing agiert.



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