Mazda MX-30: Kleiner Akku, trotzdem oho


  • mid Lissabon - Der mattschwarze Prototyp trägt die Technik des künftigen MX-30 unter der Karosse des CX-30. Mazda

  • mid Lissabon - Zwei Exemplare des Elektro-Prototypen stehen für erste Probefahrten bereit. Mazda

  • mid Lissabon - Überzeugende Fahrleistungen: mid-Autor Rudolf Huber hat die Technik des künftigen Mazda-Stromers bereits ausprobiert. David Smith / Mazda

  • mid Lissabon - Der MX-30 hat deutliche Design-Bezüge zum Verbrennermodell CX-30, wirkt aber puristischer. Rudolf Huber / mid

  • mid Lissabon - Gegenläufig öffnende Türen: Diesen Anblick kennt man aus dem Mazda RX-8 und dem BMW i3. Rudolf Huber / mid

  • mid Lissabon - Mazda verspricht sich von den Flügeltüren einen einfacheren Einstieg in den Fond. Mazda

  • mid Lissabon - Auch beim Interieur dominieren klare, sachliche Linien. Den runden Dreh-Drück-Steller hinterm Automatikwählhebel kennt man aus anderen Mazda-Modellen. Mazda

Mazda ist dafür bekannt, eigene Wege zu gehen. Das gilt auch für die E-Mobilität. Der erste Stromer aus Hiroshima, der MX-30, ist in vielen Bereichen anders als das bisher in diesem Bereich Gewohnte. Im Herbst 2020 soll er in Deutschland starten. Schon jetzt konnte der Motor-Informations-Dienst (mid) erste Probefahrten mit einem als CX-30 "getarnten" Prototypen unternehmen.

Die Technik des MX-30 unter dem Kleid des CX-30 - das zeigt schon, dass die beiden kompakten Crossover-SUV mit den unterschiedlichen Antriebsarten auf der gleichen Plattform basieren. Schlicht gesagt könnte man das Prinzip so beschreiben: Unter die Rohkarosse des Verbrenner-Modells wird mit zehn dicken Muttern ein Akku geschraubt und vorne statt des Benziners oder Diesels ein E-Motor eingebaut. Das spezifische Kleid des E-Mobils mit den gegenläufig öffnenden Fondtüren und der klaren, stark aufs Wesentliche reduzierten Form drüber - fertig ist das Mazda-Elektroauto.

Aber wo liegen jetzt die Besonderheiten? Einmal in der Akkugröße. 35,5 kWh Bruttokapazität stehen für "nur" rund 200 Kilometer Reichweite. Reicht auch völlig, heißt es bei Mazda. Und: Dank des deutlich niedrigeren Energiebedarfs bei der Herstellung fahre der Stromer über seine gesamte Lebenszeit schnell im "grünen Bereich" - sowohl gegenüber sparsamen Dieseln, als auch gegenüber E-Kollegen mit dicken Batterie-Packs.

Genaue Daten will Mazda noch nicht verraten, aber: Der kleine Akku sorgt auch für ein vergleichsweise niedriges Gewicht. Das wiederum ist unter anderem dafür zuständig, dass sich der in Mattschwarz lackierte Versuchsträger sehr flink und dynamisch um Ecken scheuchen lässt und ihm die gewohnte bauartbedingte Dickbäuchigkeit seiner Kollegen völlig fremd ist.

Zügig, leichtfüßig und dank des synthetischen "EV-Sounds" leise surrend sprintet der E-Japaner bei Vollstrom davon, was seine 105 kW/146 PS und sein maximales Drehmoment von 265 Newtonmeter hergeben. Das Urteil: Mehr Leistung braucht ein Autos dieses Typs wirklich nicht. Dem Vernehmen nach soll bei rund 150 km/h abgeregelt werden, auch das passt. Geladen wird an Wechselstrom mit 6,6 kW, an Gleichstrom mit bis zu 50 kW.

Ein Öko-Auto soll auch innen öko sein - deshalb verwendet Mazda reichlich recycletes Material, "veganes" Kunstleder und Kork. Das Innendesign setzt auf Leichtigkeit und Luftigkeit, wer die großen Vorder- und die nach hinten öffnenden, kleineren Fondtüren aufklappt, blickt auf ein Interieur, das sich auch in einem modernen Wohnzimmer gut machen würde. Die Rücksitzbank wirkt fast wie eine gemütliche Couch, es gibt reichlich Ablageflächen, Strom- und USB-Anschlüsse und ausreichend Luft über dem Scheitel.

Reservieren kann man die erste Edition des MX-30 bereits, sie soll 33.990 Euro kosten und ab dem Herbst 2020 ausgeliefert werden. Es wird spannend, wie sich das Mazda-Konzept auf dem Markt durchsetzen wird - schließlich locken Mitbewerber wie der Hyundai Kona Elektro oder der Kia e-Niro längst mit Reichweiten um die 400 Kilometer.

Wer mit dem kleinen Akku nicht klarkommt und trotzdem partout MX-30 fahren will, muss sich noch gedulden. Denn in Hiroshima wird längst an einer Version mit Reichweiten-Verlängerer gearbeitet. Darunter muss man sich einen kleinen Einscheiben-Wankelmotor vorstellen, der neben dem E-Motor sitzt und bei Bedarf den Akku mit Strom versorgt.

Laut Mazda ist dieser Einsatzzweck für den leichten, kompakten und vibrationsarmen Wankel ideal - auch weil er als Stromlieferant immer in dem für ihn verbrauchsgünstigsten Drehzahlbereich arbeiten kann. Projektleiterin Tomiko Takeuchi mag sich zum Starttermin noch nicht konkret festlegen - aber bis Ende 2021, Anfang 2022 könnte es klappen.

Rudolf Huber / mid (vm/mid)


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