IMSA 2026


Endlich geht es wieder los! Die IMSA WeatherTech SportsCar Championship startet am 24. Januar 2026 ab 19:30 MEZ in eine neue Saison. Insgesamt 60 Fahrzeuge sind für den Langstreckenklassiker am Daytona International Speedway gemeldet. Doch auch bei allen anderen Rennen können wir uns erneut auf jede Menge Action und Spannung freuen, wenn die Stars der GTP-, LMP2- und GTD-Klassen über elf verschiedene Strecken jagen. Wir geben euch einen Überblick über die Saison und beleuchten alle Änderungen, damit ihr stets auf dem neuesten Stand seid.
Fahrer und Teams


GTP: Die Topklasse der IMSA hat zum Saisonstart nur wenig Änderungen zu verkünden. Nach nur zwei Jahren steht 2026 kein Lamborghini in der GTP am Start. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres kündigten die Italiener eine Pause des LMDh-Programms an.
Nach drei Jahren mit Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) trennt sich BMW für die kommende Saison vom bisherigen Einsatzteam und spannt künftig mit WRT zusammen. Die Mannschaft rund um Vincent Vosse leitete in der Vergangenheit bereits die Werkseinsätze in der WEC.
Alle elf Nennungen bestreiten eine Vollzeitsaison. Quantitativ sind Porsche und Cadillac mit jeweils drei Fahrzeugen am häufigsten vertreten. Ähnlich wie in den Vorjahren gehen BMW und Acura mit jeweils zwei Fahrzeugen an den Start, während Aston Martin weiterhin einen Valkyrie einsetzt.


LMP2: Die Anzahl an Fahrzeugen in der LMP2 bleibt zunächst unverändert, jedoch gab es über den Winter einige Teamwechsel. Nach einer Abstinenz von über 14 Jahren kehrt Intersport Racing in den professionellen Motorsport zurück. Das Team rund um Jon Field setzt einen Oreca-Boliden mit der Startnummer 37 ein.
Mit Bryan Herta Autosport ergänzt ein weiterer klangvoller Name die Prototypenklasse, da man ab sofort mit PR1 Mathiasen zusammenspannt. Die Startnummer 52 des ehemaligen IMSA- und IndyCar-Piloten bestreitet erstmals eine komplette Saison.
Apropos IndyCar, der erfahrene Sportwagen- und ChampCar-Pilot Tonis Kasemets will 2026 ebenfalls einen LMP2-Boliden an den Start bringen, setzt allerdings für den Saisonauftakt in Daytona aus.
Die AF-Corse-Mannschaft wird im Gegensatz zum vergangenen Jahr nur eine Teilzeit-Saison fahren, während das Riley-Team in die GTD wechselt.


GTD Pro: Die Zahl an Vollzeitnennungen in der GTD-Pro-Klasse sinkt von zehn auf neun. Ende 2025 entschloss sich die Paul-Miller-Mannschaft künftig nur noch einen BMW M4 GT3 einzusetzen. Dragonspeed wechselt hingegen in die GTD-Klasse und wird ab Daytona eine Corvette einsetzen.
Neu dabei ist die RLL-Mannschaft, die nach dem BMW-Aus in der GTP ab sofort mit einem McLaren in der GTD Pro alle Rennen bestreiten wird.
Für das Saisonhighlight in Daytona stehen neben den Vollzeitnennungen zusätzlich weitere Fahrzeuge aus dem Hause Triarsi Competizione (Ferrari), Winward (Mercedes), Risi Competizione (Ferrari), Getspeed (Mercedes), 75Express (Mercedes) und Manthey (Porsche) in den Startlöchern. Somit kämpfen beim 24-Stunden-Rennen insgesamt 15 Fahrzeuge um den Klassensieg.


GTD: Wie gewohnt ist die GTD-Klasse quantitativ am stärksten besetzt und bringt 2026 insgesamt 14 Vollzeitnennungen mit sich. Neu dabei sind die bereits genannten Teams von Riley und Dragonspeed. Van der Steur Racing will das IMSA-Engagement dieses Jahr aufstocken und erstmals alle elf Saisonrennen bestreiten.
Die Teams rund um AF Corse (Ferrari), Triarsi Competizione (Ferrari), Lone Star Racing (Mercedes), RS1 (Porsche) und Manthey (Porsche) nehmen zusätzlich an den fünf Langstreckenrennen teil. Dazu kommen die Nennungen von Magnus Racing (Aston Martin) und Mühlner Motorsports (Porsche) für das 24-Stunden-Rennen in Daytona.
Somit ist das Starterfeld mit insgesamt 45 Vollzeitnennungen prall gefüllt. Beim Saisonhöhepunkt in Daytona stehen sogar deren 60 Fahrzeuge in der Nennliste, die auf dem Rundkurs in Florida für mächtig Furore sorgen wollen.
Termine
Der Rennkalender für dieses Jahr wurde bereits 2025 früh in der Saison bekanntgegeben. Dabei gibt es nur eine kleine Änderung gegenüber dem Vorjahr. Ab sofort wird das zweite 6-Stunden-Rennen des Jahres in Elkhart Lake (Road America) ausgetragen. In Indianapolis findet nach 2023 wieder ein Lauf über zwei Stunden und 40 Minuten statt. Hier sind alle Saisonläufe im Überblick:
| 24./25. Januar | Rolex 24 at Daytona (24 Stunden / alle Klassen) |
| 21. März | Mobil 1 Twelve Hours of Sebring (12 Stunden / alle Klassen) |
| 18. April | Acura Grand Prix of Long Beach (1 Stunde, 40 Minuten / GTP, GTD) |
| 03. Mai | Motul Course de Monterey (2 Stunden, 40 Minuten / GTP, GTD Pro, GTD) |
| 30. Mai | Chevrolet Detroit Sports Car Classic (1 Stunde, 40 Minuten / GTP, GTD Pro) |
| 28. Juni | Sahlen’s Six Hours of the Glen (6 Stunden, alle Klassen) |
| 12. Juli | Chevrolet Grand Prix (2 Stunden, 40 Minuten / LMP2, GTD Pro, GTD) |
| 2. August | Motul SportsCar Endurance Grand Prix (6 Stunden, alle Klassen) |
| 23. August | Michelin GT Challenge at VIR (2 Stunden, 40 Minuten / GTD Pro, GTD) |
| 20. September | TireRack.com Battle on the Bricks (2 Stunden, 40 Minuten, alle Klassen) |
| 03. Oktober | Motul Petit Le Mans (10 Stunden, alle Klassen) |
Die 24 Stunden von Daytona 2026
In diesem Jahr steigt die 64. Edition des 24-Stunden-Rennens aus Daytona, bei dem insgesamt 60 Fahrzeuge aus vier Klassen an den Start gehen werden. Bereits eine Woche im Voraus (16.-18. Januar) haben die Teams beim ROAR-Test die Möglichkeit ihre Autos in diversen Trainingssitzungen zu testen. Drei weitere Testsessions folgen dann am Donnerstag und Freitag vor dem Rennen, wobei am 22. Januar auch das Qualifying ausgefahren wird. Am Samstag (24.01) starten dann ab 19:40 Uhr MEZ alle GTP-, LMP2, und GTD-Boliden in den Langstreckenklassiker in Florida.
Mit 20 Siegen ist Porsche die erfolgreichste Marke beim 24-Stunden-Rennen in Daytona Beach. Cadillac gewann zwischen 2017 und 2020 vier Mal in Folge, bevor Acura im Jahr 2021 das Zepter übernahm und jeweils 2021, 2022 und 2023 siegreich war. In den vergangenen Jahren feierte Porsche erstmals seit 2003 wieder Gesamtsiege in Daytona. BMW war bislang nur im Jahr 1975 erfolgreich und peilt 2026 nach 51 Jahren den zweiten Sieg an. Die britische Nobelmarke Aston Martin hat beim Langstreckenklassiker die Ziellinie noch nie als Erstes überquert. Hurley Haywood (1973, 1975, 1977, 1979 & 1991), sowie Scott Pruett (1994, 2007, 2008, 2011 & 2013) haben bis dato jeweils fünf Ausgaben gewonnen und sind somit die beiden erfolgreichsten Fahrer des Rennens. Scott Dixon hat mit drei Siegen unter den aktiven Fahrern die meisten Erfolge. Der Distanzrekord stammt aus dem Jahr 2020, bei dem Wayne Taylor Racing 4.772,477 Kilometer bzw. 833 Runden abspulte.
Der Infield-Kurs des Daytona International Speedways verfügt über 12 Kurven und eine Länge von rund 5,7 Kilometern. Der Streckenrekord wurde im Jahr 2022 von Alex Palou mit einer Zeit von 1:33.724 Minuten aufgestellt. Die schnellste Zeit eines LMDh-Autos fuhr Tom Blomqvist vor zwei Jahren. Dieser umrundete in seinem GTP-Cadillac den Daytona-Rundkurs innerhalb von 1:35.554 Minuten und war somit knapp zwei Sekunden langsamer als die letzte Fahrzeuggeneration.


Übertragung
Erneut überträgt Motorvision alle elf Rennen der IMSA WeatherTech Sportscar Championship live und in voller Länge. Die Rennen werden von Pete Fink, Lenz Leberkern, André Wiegold, Stefan Ehlen und Fabio Gospodarek live kommentiert. Zuschauerfragen können jederzeit unter imsa@motorvision.com eingesendet werden. Die Startzeiten werden in der Regel wenige Tage vor Rennbeginn auf allen relevanten Social-Media-Kanälen veröffentlicht.




