IndyCar Series 2026 auf Motorvision


Endlich geht es wieder los! Die IndyCar Series startet am 01. März in eine neue Saison. Fans der beliebten US-Rennserie dürfen sich auf 18 packende Rennen auf einigen der besten Rennstrecken Nordamerikas freuen. 25 Vollzeitfahrer kämpfen in einer Saison, die sich von Anfang März bis Anfang September erstreckt, um den Titel. Wir werfen einen Blick auf das Jahr 2026, beleuchten alle Neuerungen und stellen sicher, dass ihr zum Saisonstart bestens informiert seid.
Der Rennkalender
Der IndyCar-Kalender 2026 umfasst 18 Rennen und führt ausschließlich durch die USA und Kanada. Die Fahrer treten auf jeweils sechs Rundstrecken, Straßenkursen und Ovalen gegeneinander an. Das absolute Saisonhighlight ist das legendäre Indianapolis 500, das am 24. Mai 2026 auf dem Indianapolis Motor Speedway stattfindet. Es gehört neben dem Monaco Grand Prix und den 24 Stunden von Le Mans zur prestigeträchtigen Triple Crown des Motorsports. Die Saison beginnt in Florida mit dem Firestone Grand Prix von St. Petersburg am 1. März, während das Finale am 06. September auf dem WeatherTech Raceway Laguna Seca ausgetragen wird. Anbei der komplette Kalender der diesjährigen Saison:
| 01. März | Firestone Grand Prix of St. Petersburg (Streets of St. Petersburg) |
| 07. März | Good Ranchers 250 (Phoenix Raceway) |
| 15. März | Java House Grand Prix of Arlington (Streets of Arlington) |
| 29. März | Children’s of Alabama Indy Grand Prix (Barber Motorsports Park) |
| 19. April | Acura Grand Prix of Long Beach (Streets of Long Beach) |
| 09. Mai | Sonsio Grand Prix (IMS Road Course) |
| 24. Mai | 110th Running of the Indianapolis 500 (Indianapolis Motor Speedway) |
| 31. Mai | Chevrolet Detroit Grand Prix (Streets of Detroit) |
| 07. Juni | Bommarito Automotive Group 500 (World Wide Technology Raceway) |
| 21. Juni | XPEL Grand Prix at Road America (Road America) |
| 05. Juli | Honda Indy 200 at Mid-Ohio (Mid-Ohio Sports Car Course) |
| 9. Juli | Borchetta Bourbon Music City Grand Prix (Nashville Superspeedway) |
| 09. August | Bitnile.com Grand Prix of Portland (Portland International Raceway) |
| 16. August | Ontario Honda Dealers Indy at Markham (Streets of Markham) |
| 23. August | Freedom 250 Grand Prix of Washington D.C. (Streets of Washington D.C.) |
| 29. August | Snap-On Milwaukee 250 Race 1 (Milwaukee Mile) |
| 30. August | Snap-On Milwaukee 250 Race 2 (Milwaukee Mile) |
| 06. September | IndyCar Grand Prix of Monterey (WeatherTech Raceway Laguna Seca) |
Über den Winter gab es einige Veränderungen im Rennkalender. Zunächst wird 2026 kein Rennen im Thermal Club, sowie in Iowa ausgetragen. Dafür sind die Events am Phoenix Raceway, auf den Straßen von Arlington und in Washington D.C. neu im Kalender. Zusätzlich können wir uns mit dem Lauf in Markham auf einen neuen Stadtkurs in Kanada freuen. Auch 2026 wird wieder ein Doubleheader-Wochenende ausgetragen. Auf der Milwaukee Mile kämpfen die Piloten am Samstag und Sonntag um den Sieg.
Die Fahrer
25 Vollzeitfahrer treten 2026 in der IndyCar Series an. Zu den absoluten Topteams zählen Chip Ganassi Racing, das Penske-Team, sowie Andretti Global. Besonders erfreulich aus deutscher Sicht ist das Debüt von Mick Schumacher. Der Sohn von Michael wird alle 18 Läufe im RLL-Boliden mit der Startnummer 47 bestreiten. Das restliche Starterfeld besteht aus einer spannenden Mischung junger Fahrer wie Alex Palou oder Pato O’Ward, sowie erfahrener IndyCar-Legenden wie Scott Dixon oder Will Power. Beim Indianapolis 500 am 24. Mai werden sogar 33 Piloten, darunter Urgesteine wie Helio Castroneves oder Ryan Hunter-Reay das „Greatest Spectacle in Racing“ in Angriff nehmen.
Wir blicken auf die 25 Vollzeitfahrer, die 2026 den Titel unter sich ausmachen:
- A.J. Foyt Racing (Caio Collet / Santino Ferrucci)
- Andretti Global (Will Power / Kyle Kirkwood / Marcus Ericsson)
- Arrow McLaren (Pato O’Ward / Nolan Siegel / Christian Lundgaard)
- Chip Ganassi Racing (Kyffin Simpson / Scott Dixon / Alex Palou)
- Dale Coyne Racing (Dennis Hauger / TBA)
- Ed Carpenter Racing (Alexander Rossi / Christian Rasmussen)
- Juncos Holliger Racing (Rinus VeeKay / Sting Ray Robb)
- Meyer Shank Racing (Felix Rosenqvist / Marcus Armstrong)
- Rahal Letterman Lanigan Racing (Graham Rahal / Louis Foster / Mick Schumacher)
- Team Penske (Josef Newgarden / Scott McLaughlin / David Malukas)
Das Auto
In der IndyCar-Serie nutzen alle zehn Vollzeit-Teams das Dallara DW12-Chassis, das seit 2012 im Einsatz ist. Es gibt zwei verschiedene Aero-Kits:
- Low-Downforce-Konfiguration für Ovale
- High-Downforce-Konfiguration für Rund- und Straßenkurse
Seit 2020 schützt der Aeroscreen die Fahrer als Cockpitschutz.
Ein 2,2-Liter-V6-Twinturbo-Hybridmotor, entwickelt von Chevrolet und Honda, liefert über 700 PS und nutzt ein Push-to-Pass-System (nur Rund- und Straßenkurse, keine Ovale) für zusätzliche Leistung. Ein großer Vorteil des Hybridaggregats: Die Fahrer können ihre Autos selbstständig neu starten und sind nicht mehr auf die Boxencrew angewiesen. Angetrieben werden die Autos von 100% erneuerbaren Sprit von Shell.
Hier die wichtigsten technischen Daten:
- Hersteller: Dallara Automobili (Italien)
- Modell: Dallara IR-12 Chassis mit Dallara IR-18 Aerokit
- Gewicht: Rund- und Straßenkurse: ca. 810 kg / Kurze Ovale: ca. 805 kg / Speedways: ca. 742 kg
- Länge: 5,12 Meter
- Breite: ca. 1,93 Meter
- Höhe: 1,02 Meter
- Tank: 70 Liter
- Motor: 2,2-Liter-V6 mit Doppelturboaufladung und Hybridtechnologie (112,5 Kilogramm)
- Drehzahl: Maximal 12.000
- Ladedruck: 1,3 bar (Speedways) / 1,5 bar (kurze Ovale + Rundkurse) / 1,65 bar (Push-To-Pass)
- Leistung: 700 PS (abhängig vom Ladedruck des Turbos) + ca. 120PS zusätzlich über Hybrideinheit und Push-To-Pass
Wie läuft eine Saison ab?
Die IndyCar-Saison 2026 wird an 17 verschiedenen Austragungsorten ausgetragen. Ein Rennwochenende umfasst in der Regel zwei Trainingssitzungen (je 60–90 Minuten), ein Qualifying, ein Warm-up sowie das Rennen.
Eine Ausnahme bildet das Indianapolis 500, bei dem das Format stark abweicht – mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Qualifying
Auf Rund- und Straßenkursen besteht das Qualifying aus drei Segmenten:
- Segment 1: Das Feld wird in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat 10 Minuten, um ihre schnellste Runde zu setzen. Die besten sechs Fahrer pro Gruppe erreichen Segment 2, während die restlichen Piloten von Platz 13 abwärts starten.
- Segment 2: Die verbliebenen 12 Fahrer haben erneut 10 Minuten Zeit. Die sechs Schnellsten ziehen ins Firestone Fast Six ein, während die anderen Piloten auf Platz 7–12 starten.
- Firestone Fast Six: Die letzten sechs Finalisten haben 6 Minuten, um die Pole Position zu erfahren.
Auf Ovalkursen (außer Indianapolis) ist das Qualifying deutlich einfacher:
Jeder Pilot hat zwei fliegende Runden. Die Gesamtzeit beider Runden wird addiert – der Fahrer mit der niedrigsten Gesamtzeit startet von der Pole Position.
Rennen
Ein IndyCar-Rennen dauert in der Regel rund zwei Stunden und beginnt mit einem fliegenden Start. Während des Rennens sind Boxenstopps erforderlich, da der 70-Liter-Tank nicht für die gesamte Renndistanz ausreicht.
Auf Rund- und Straßenkursen stehen zwei Reifenmischungen zur Verfügung:
- Primary (härter, langlebiger)
- Alternative (weicher, mehr Grip, schnellerer Verschleiß)
Auf Ovalkursen gibt es nur eine Mischung.
Wie in vielen anderen Motorsportserien kann die Rennleitung eine Safety-Car-Phase (Caution) ausrufen, wenn es zu einem Unfall kommt. Anders als in der NASCAR gibt es jedoch keine Segmente oder Stages.
Am Ende des Rennens gibt es für jeden Fahrer Punkte, die für den Kampf um den Titel essenziell sind. Einen Bonuspunkt gibt es für die Pole-Position, sowie für das Führen einer Runde. Zusätzlich erhält der Pilot mit den meisten Führungsrunden zwei weitere Bonuspunkte. Am Ende der Saison wird jeweils ein Fahrer, -Team – und Herstellertitel vergeben. Das komplette Punktesystem der IndyCar findet ihr hier:
| Race Finish Points | |||||
| Position | Pts | Position | Pts | Position | Pts |
| 1 | 50 | 12 | 18 | 23 | 7 |
| 2 | 40 | 13 | 17 | 24 | 6 |
| 3 | 35 | 14 | 16 | 25 | 5 |
| 4 | 32 | 15 | 15 | 26 | 5 |
| 5 | 30 | 16 | 14 | 27 | 5 |
| 6 | 28 | 17 | 13 | 28 | 5 |
| 7 | 26 | 18 | 12 | 29 | 5 |
| 8 | 24 | 19 | 11 | 30 | 5 |
| 9 | 22 | 20 | 10 | 31 | 5 |
| 10 | 20 | 21 | 9 | 32 | 5 |
| 11 | 19 | 22 | 8 | 33 | 5 |
| Pole Award: 1 point | |||||
| Leading At Least One Lap: 1 point | |||||
| Most Laps Led: 2 points |
Das Indianapolis 500
Das Indianapolis 500 ist das absolute Saisonhighlight und zählt zur prestigeträchtigen Triple Crown des Motorsports.
Trainings: Die Teams haben 12 Trainingseinheiten, um ihre Autos optimal für die 200 Runden vorzubereiten. Das erste Training findet bereits am 12. Mai statt – zwölf Tage vor dem Rennen.
Qualifying: Am 16. Mai beginnt die entscheidende Phase mit mehreren Qualifikationssegmenten:
- Full Field Qualifying (Samstag): Hier werden die Plätze 13–30 fix vergeben. Die zwölf schnellsten Fahrer kämpfen am nächsten Tag um die Pole Position, während die langsamsten Fahrer im Bump Day um die letzten drei Startplätze kämpfen.
- Last Chance Qualifying (Sonntag): Die langsamsten Fahrer haben eine letzte Gelegenheit, sich für das Rennen zu qualifizieren. Nur die drei schnellsten Piloten kommen ins Starterfeld.
- Top-12-Shootout (Sonntag): Die besten 12 Fahrer kämpfen um die Startplätze 7–12.
- Firestone Fast Six (Sonntag): Die sechs Schnellsten kämpfen um die Pole Position.
Wichtig: Motorvision+ überträgt 2026 auch beide Qualifying-Sessions des Indianapolis 500 live am 16. und 17. Mai 2026 auf unserem linearen Sender, sowie in unserer App.
Rennen: Das Indianapolis 500 ist nicht nur das prestigeträchtigste Rennen der IndyCar-Serie, sondern eines der berühmtesten Motorsport-Events der Welt. Mit einer Distanz von 500 Meilen (200 Runden) auf dem 2,5 Meilen langen Oval des Indianapolis Motor Speedway zählt es zu den größten Herausforderungen für Fahrer und Teams.
Der Start erfolgt traditionell in drei Reihen mit je elf Autos im Dreier-Formation (Three-Wide Start). Sobald das grüne Licht erlischt, beginnt ein packender Kampf um Positionen, bei dem Windschatten-Duelle und präzise Strategien über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Während des Rennens müssen die Teams mehrere Boxenstopps einplanen, da eine Tankfüllung nur für etwa 30–35 Runden ausreicht. Während der Stopps dürfen Reifen gewechselt und Kraftstoff nachgefüllt werden. Auf Ovalen stehen den Fahrern jedoch keine verschiedenen Reifenmischungen zur Verfügung – alle Autos fahren mit einer einheitlichen Spezifikation.
In den letzten 50 Runden geht es oft erst richtig los. Während die Fahrer zu Beginn eher taktisch agieren, zählt in der Schlussphase nur noch die pure Geschwindigkeit. Dabei kommt es nicht selten zu mehreren Führungswechseln pro Runde, wenn die Autos mit über 370 km/h im Windschatten über die langen Geraden schießen.
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Rennen erst in den letzten zehn Runden entschieden, oft mit packenden Side-by-Side-Duellen bis zur Ziellinie. Der Schlussangriff wird meist erst in den letzten fünf Runden gestartet, da es entscheidend ist, sich in der letzten Kurve perfekt zu positionieren, um mit einem finalen Manöver die Ziellinie als Erster zu überqueren.
Der Sieger des Indianapolis 500 erhält neben dem prestigeträchtigen Borg-Warner-Trophy-Pokal auch die traditionelle Milchflasche als Siegesgetränk – eine jahrzehntelange Tradition, die auf den Sieger von 1936, Louis Meyer, zurückgeht.
Wer das Rennen gewinnt, reiht sich in die Liste der größten Legenden des Motorsports ein. Fahrer wie A.J. Foyt, Rick Mears, Al Unser Sr. und Hélio Castroneves gehören mit je vier Siegen zu den erfolgreichsten Piloten in der Geschichte des Indianapolis 500.
Unsere Übertragungen
Motorvision überträgt alle 18 IndyCar-Läufe, sowie die Qualifying-Sitzungen für das Indianapolis 500 live und in voller Länge. Die verbleibenden Qualifikations-Übertragungen werden auf unserem Partnersender More Than Sports TV ausgestrahlt. Die Rennen werden von Pete Fink, Lenz Leberkern, André Wiegold, Stefan Ehlen und Fabio Gospodarek kommentiert. Zuschauerfragen können jederzeit unter indycar@motorvision.com eingesandt werden.
Alle Startzeiten werden wenige Tage vor Rennbeginn auf allen Social-Media-Kanälen veröffentlicht.
Formel USA
Wer vor dem Saisonstart der IndyCar Series tiefer in die Materie eintauchen möchte, findet hier den Link zu Pete Finks Buch „Formel USA“. Unser Kommentator beleuchtet darin die faszinierende Geschichte der US-Rennserie und erzählt spannende Anekdoten aus über 100 Jahren IndyCar-Racing. Dank seiner pfiffigen Schreibe und seines fundierten Fachwissens macht der gebürtige Münchner „Formel USA“ zu einem echten Lesegenuss – sowohl für eingefleischte IndyCar-Fans als auch für Neulinge, die die Serie besser kennenlernen möchten.




