NASCAR-Faktencheck: Gander RV 400 in Pocono


(Foto: Jared C. Tilton/Getty Images)

Autor: André Wiegold

Am kommenden Sonntag gastiert die Monster Energy NASCAR Cup Series zum zweiten Mal in der Saison 2019 am Pocono Raceway. Wer gewinnt das Rennen am "Tricky Triangle"?

Zum zweiten Mal gastiert die Monster Energy NASCAR Cup Series am "Tricky Triangle" des Pocono Raceway. Am kommenden Sonntag werden die Fahrer auf dem einzigartigen Oval in Pennsylvania um den Einzug in die diesjährigen Playoffs kämpfen. Wer bezwingt das Drei-Kurven-Oval in Long Pond?

Gebaut wurde die Strecke im Jahr 1969 und eröffnet im Jahr 1971. Seitdem ist der Kurs, der in Kurve 3 höflich mit den Worten "What turn 4?" auf seinen besonderen Charakter hinweist, im NASCAR-Kalender verankert. Seit 1982 gibt es außerdem ein zweites Rennen auf dem 2,5 Meilen (rund vier Kilometer) langen Kurs. Im Juni gewann zuletzt Kyle Busch.

Die 2,5 Meilen erstrecken sich über drei spezielle Kurven und drei besondere Geraden, die den Pocono Raceway so einzigartig machen. Nach der Zielgeraden geht es linksherum in eine Highspeed-Kurve. Danach kommt die zweite Gerade Richtung "Tunnel Turn", dem viele Fahrer schon zum Opfer gefallen sind. Nach einer weiteren Geraden wartet die letzte Kurve, in der manche Piloten sogar in den dritten Gang schalten. Einer der Urheber davon ist Mark Martin.

Während die erste Kurve ein Banking von 14 Grad hat und der Tunnel Turn um neun Grad überhöht ist, ist die dritte Kurve mit sechs Grad besonders flach. Das erste NASCAR/USAC-Rennen im Jahr 1971 gewann Buch Hartman, im ersten offiziellen reinen NASCAR-Rennen 1974 siegte Richard "The King" Petty. Dass das erste Pocono-Rennen über die volle Distanz ging, hatte mit Glück zu tun: Vorher hatte NASCAR wegen der Energiekrise all seine 1974er-Rennen verkürzt, aber nicht Pocono.

Im Jahr 2016 schrieb Chris Buescher in Pocono Geschichte. Der Fahrer von JTG Daugherty pokerte, als es zu regnen begann. Da NASCAR keine Chance mehr sah, das Rennen fortzuführen, wurde Buescher zum Sieger erklärt. Es ist bisher der einzige Cup-Sieg des Chervrolet-Fahrers überhaupt. Dieser Sieg erinnert stark an das Wunder von Daytona im Jahr 2019, als Justin Haley seinen ersten Cup-Sieg holte, ohne eine einzige Runde in Renntempo angeführt zu haben.

Im Jahr 2018 gab es in Pocono einen heftigen Unfall. Die Bremsen von Darrell "Bubba" Wallace Jr. versagten am Ende der langen Start-Ziel-Geraden. Der Petty-Pilot versuchte über das Infield im Gras zu bremsen, krachte aber dennoch heftig in die Mauer. Der sichtlich durchgeschüttelte Wallace überstand den Crash aber unverletzt.

In der ewigen Tabelle führt Jeff Gordon mit insgesamt sechs Pocono-Siegen die Statistik an. Dahinter liegt Bill Elliott, der fünfmal am Tricky Triangle gewann, gefolgt von Denny Hamlin, Tim Richmond, Rusty Wallace und Darrell Waltrip mit jeweils vier Siegen.

Die 2019er-Ausgabe des Gander RV 400 hat eine Distanz von 400 Meilen (rund 644 Kilometer), die sich über 160 Runden erstrecken. Während in Stage 1 und 2 jeweils 50 Runden absolviert werden müssen, hat das finale Segment eine Distanz von 60 Runden. Das Rennen wird live und in voller Länge auf MotorvisionTV übertragen. Am Sonntag erwarten Sie um 20:30 Uhr Pete Fink und Stefan Oberndorfer.



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